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Prüfungen

Prüfungen für Anwältinnen und Anwälte, Rechtsagentinnen und Rechtsagenten sowie die Prüfung über das Beurkundungsrecht finden im Frühjahr und im Herbst statt. Als letzter Anmeldetermin für die Prüfung im Frühjahr gilt jeweils der 15. Januar und für die Prüfung im Herbst jeweils der 15. Juli.

 

Die Bewerberin bzw. der Bewerber für die Anwaltsprüfung reicht der Anwaltskammer mit der Anmeldung die folgenden Unterlagen ein:

 

  • einen Lebenslauf;
  • einen Strafregisterauszug (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Bescheinigung des Betreibungsamtes, dass keine Verlustscheine bestehen (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Auskunft des Einwohneramtes oder der KESB (Kindes- & Erwachsenenschutzbehörde) des Wohnsitzes zu allfälligen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit durch eine Massnahme des Erwachsenenschutzrechts (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Wohnsitzbescheinigung (darf nicht älter als 1 Monat sein);
  • einen Ausweis über den Abschluss des juristischen Studiums an der Universität;
  • Ausweise über die praktische juristische Tätigkeit (mindestens einjähriges Praktikum in der st. gallischen Rechtspflege).

 

 

Wurde der Wohnsitz innerhalb des letzten Jahres verlegt, so sind zusätzlich entsprechende Bescheinigungen des früheren Wohnsitzes (Wohnsitzbescheinigung, Auskunft Einwohneramt/KESB, Bescheinigung des Betreibungsamtes) einzureichen.

 

Die Bewerberin bzw. der Bewerber für die Rechtsagentenprüfung reicht der Anwaltskammer mit der Anmeldung die folgenden Unterlagen ein:

 

  • einen Lebenslauf;
  • einen Strafregisterauszug (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Bescheinigung des Betreibungsamtes, dass keine Verlustscheine bestehen (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Auskunft des Einwohneramtes oder der KESB (Kindes- & Erwachsenenschutzbehörde) des Wohnsitzes zu allfälligen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit durch eine Massnahme des Erwachsenenschutzrechts (diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein);
  • eine Wohnsitzbescheinigung (darf nicht älter als 1 Monat sein);

 

 

Wurde der Wohnsitz innerhalb des letzten Jahres verlegt, so sind zusätzlich entsprechende Bescheinigungen des früheren Wohnsitzes (Wohnsitzbescheinigung, Auskunft Einwohneramt/KESB, Bescheinigung des Betreibungsamtes) einzureichen.

 

Die Bewerberin bzw. der Bewerber für die Prüfung über das Beurkundungsrecht reicht der Anwaltskammer die folgenden Unterlagen ein:

 

  • Kopie des ausserkantonalen Anwaltspatents;
  • Kopie der Bestätigung über den Eintrag im Anwaltsregister oder über den Eintrag in der EU-/EFTA-Anwaltsliste des Kantons St.Gallen.

 

 

Der Präsident der Anwaltskammer entscheidet, ob die Bewerberin bzw. der Bewerber zur Prüfung zugelassen wird.

 

Die Prüfung ist auf die praktische Tätigkeit als Anwältin/Anwalt, als Rechtsagentin/Rechtsagent bzw. als Notarin/Notar ausgerichtet. Den Prüfungsstoff können Sie dem Prüfungsreglement und dem Reglement über das Register der Notarinnen und Notare entnehmen. Für die Bewertung hat die Prüfungskommission Richtlinien 

(Anwältin/Anwalt) (Rechtsagentin/Rechtsagent) erlassen.

 

 

Prüfungsstoff

 

Im Rahmen des Prüfungsstoffes bilden auch neue, vom Gesetzgeber verabschiedete aber noch nicht in Kraft gesetzte Erlasse, Grundlage der Prüfung, wenn bei ihnen die Referendumsfrist abgelaufen ist.

 

Die schriftliche Anwaltsprüfung besteht aus zwei Teilprüfungen zu je 4 Stunden.

 

Eine Teilprüfung hat das Schwergewicht im Privatrecht (mit dem dazu gehörenden Internationalen Privatrecht und Beurkundungsrecht), Zivilprozessrecht, Anwalts- sowie Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Prüfungs- und Bewilligungsreglement für Rechtsanwälte und Rechtsagenten vom 22. April 1994, Art. 6 Abs. 1 lit. a, c, d, e, Art. 6 Abs. 2 und 3).

 

Die andere Teilprüfung hat das Schwergewicht im Staats- und Verwaltungsrecht (insbesondere Abgabe-, Verantwortlichkeits- und Disziplinarrecht, Grundzüge des Sozialversicherungsrechts, Bau-, Planungs-, Enteignungs- und Strassenrecht, Recht der öffentlich-rechtlichen Körperschaften und politische Rechte sowie dem dazugehörenden Verfahrensrecht) oder im Straf- und Strafprozessrecht (Prüfungs- und Bewilligungsreglement für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, Art. 6 Abs. 1 lit. f, g, h)

 

Die Prüfung in einer Fächergruppe kann auch Fragen aus anderen Fächergruppen umfassen, soweit ein Zusammenhang besteht (Prüfungs- und Bewilligungsreglement für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, Art. 5 Abs. 3).

 

Auf eine bestimmte Reihenfolge der Themen der schriftlichen Teilprüfungen kann man sich nicht verlassen.

Seit 2013 organisiert das Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis der HSG (IRP-HSG) die Vorlesungen für die Vorbereitung der Anwaltsprüfung. Die aktualisierten Vorlesungsunterlagen sind daher dort erhältlich.

Prüfung über das Beurkundungsrecht für ausserkantonale und ausländische Rechtsanwältinnen oder Rechtsanwälte (Art. 1 Abs. 2 lit. b des Reglements über das Register der Notarinnen und Notare; sGS 963.74)

 

Die Prüfung über das Beurkundungsrecht wird nach Art. 8 des Reglements über das Register der Notarinnen und Notare in sachgemässer Anwendung der Bestimmungen des Prüfungs- und Bewilligungsreglements für Rechtsanwälte und Rechtsagenten vom 24. April 1994 (sGS 963.73) durchgeführt. Die Prüfung über das Beurkundungsrecht findet jeweils mündlich während 25 Minuten statt. Prüfungsstoff bilden die Bundes- und kantonalen Vorschriften über das Beurkundungsrecht und die beurkundungspflichtigen Rechtsgeschäfte (Art. 12 des Reglements über das Register der Notarinnen und Notare). Dabei wird die Prüfung auf die praktische Tätigkeit der Rechtsanwältin oder des Rechtsanwalts ausgerichtet.

Die Prüfungsgebühren sind in Art. 30 GKV geregelt.

Die Anwaltsprüfung wird von der Prüfungskommission für Anwälte, jene für Rechtsagentinnen und Rechtsagenten von der Prüfungskommission für Rechtsagenten durchgeführt. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem späteren mündlichen Teil. Der mündliche Teil ist öffentlich. Einzelheiten können Sie im Prüfungsreglement nachlesen.

 

Die Prüfung über das Beurkundungsrecht wird von der Prüfungskommission für Anwälte durchgeführt. Sie besteht aus einem mündlichen Teil (25 Minuten) und ist öffentlich. Einzelheiten können Sie im Prüfungsreglement und im Reglement über das Register der Notarinnen und Notare nachlesen.

 

Die Daten der Prüfungen des Jahres 2017 werden wie folgt festgelegt:

 

 

Anwältinnen/Anwälte

 

Frühjahr 2017

  • schriftlicher Teil: 09./10. März 2017
  • mündlicher Teil: Montag, 13. März 2017 bis Freitag, 17. März 2017
  • Patentierungsfeier: 08. Juni 2017

Herbst 2017

  • schriftlicher Teil: 07./08. September 2017
  • mündlicher Teil: Montag, 11. September 2017 bis Freitag, 15. September 2017
  • Patentierungsfeier: 30. November 2017

 

 

Rechtsagentinnen/Rechtsagenten

 

Frühjahr 2017

  • schriftlicher Teil: 08. März 2017
  • mündlicher Teil: Montag, 20. März 2017 bis Freitag, 24. März 2017

Herbst 2017

  • schriftlicher Teil: 06. September 2017
  • mündlicher Teil: Montag, 18. September 2017 bis Freitag, 22. September 2017

 

 

Notarinnen/Notare 

 

Frühjahr 2017

  • Montag, 13. März 2017, bis Freitag, 17. März 2017

Herbst 2017

  • Montag, 11. September 2017, bis Freitag, 15. September 2017

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