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AVI - Arbeitslosenversicherung

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18.01.2019 Art. 51 f. AVIG, Art. 2 ZGB, Art. 74 AVIV; Befindet sich eine Arbeitgeberin im Annahmeverzug, bietet ihr der Versicherte aber weiterhin seine Arbeitsleistung an, so ist er nicht vermittlungsfähig und hat grundsätzlich Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Darf der Versicherte in guten Treuen nicht mehr mit einer Arbeitszuweisung rechnen, ist die Geltendmachung von Insolvenzentschädigung jedoch als rechtsmissbräuchlich zu betrachten. Fordert der Versicherte Insolvenzentschädigung für Überstunden, so sind diese glaubhaft zu machen. Eine eigenhändige Stundenerfassung ohne Visum der Arbeitgeberin allein genügt den Anforderungen der Glaubhaftmachung nicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Januar 2019, AVI 2017/62).

18.01.2019 

Art. 52 AVIG, Art. 74 AVIV; Auch wenn die Arbeitgeberin verpflichtet gewesen wäre, eine Arbeitszeiterfassung zu führen, kann bei deren Fehlen nicht unbesehen auf die vom Arbeitnehmer geltend gemachten Überstunden abgestellt werden. Vielmehr sind dessen Angaben im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu überprüfen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom

18. Januar 2019, AVI 2017/49).

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